Manche Wissenschaftler wollen den Treibhauseffekt des überschüssigen Kohlenstoffdioxids in der Atmosphäre mit groß angelegten Projekten kompensieren, de dazu dienen sollen, die Sonneneinstrahlung auf die Erde zu vermindern, sogenanntes Geoengineering. Die Phantasie dieser Machbarkeitsfanatiker kennt dabei kaum Grenzen. Da wird davon schwadroniert, in großem Maßstab Schwefeldioxid in die Atmosphäre zu pumpen, um „Sulfataerosole“ – ein Euphemismus für Schwefelsäurewolken! – zu erzeugen, die Schatten spenden wollen. Wie war das noch mit Smog und Waldschäden durch Schwefeldioxid in der Luft? Andere wollen einen viele Quadratkilometer großen Sonnenschirm zwischen Erde und Sonne aufspannen. Wer soll das bezahlen? Auch der Eisendüngung der Meere, um Algenwachstum anzuregen, und noch anderen verwegenen Unternehmungen wird das Wort geredet.
Nein, das alles ist keine Lösung des Klimaproblems, sondern schafft neue Probleme. Grundsätzlich bekämpfen solche Unterfangen die Ursache des Klimaproblems nicht, sondern doktern nur an den Symptomen herum, und die Risiken und Nebenwirkungen solcher Rosskuren sind unabsehbar. Kein Wunder, dass derartige Schnapsideen vor allem im Dunstkreis der fossilen Energiewirtschaft erblühen. Denn sie dienen den Fossil-Lobbyisten dazu, die Klimaschädlichkeit ihres Tuns zu beschönigen.
Die einzige Lösung des Klimaproblems besteht darin, die CO2-Emissionen drastisch zu reduzieren und CO2-Senken zu schaffen, am besten indem man den überschüssigen Kohlenstoff sinnvoll nutzt – nicht als Brennstoff, denn damit käme der Kohlenstoff ja wieder in die Atmosphäre, und es wäre nichts gewonnen, sondern als Bau- und Werkstoff. Es gilt die CO2-Neutralität forciert anzustreben – statt sie zurückzustellen, wie das die derzeitige Bundesregierung plant. Die Energiewende weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energien gilt es voranzutreiben, und CO2 bindende Ökosysteme wie Wälder, Moore und die vielfach unterschätzten und in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommenen Seegraswiesen (sie bieten auch darum ein großes Potenzial, weil dafür keine Acker- oder Weideflächen aus der Nutzung genommen werden müssten) zu renaturieren. Nur durch erneuerbare Energien, Umstellung anderer klimaschädliche auf klimaneutrale Verfahren (wie etwa in der Metallurgie und der Betonproduktion), Renaturierung und stoffliche Nutzung von Kohlenstoff aus der Atmosphäre lässt sich die CO2-Konzentration in der Atmosphäre wieder „ins Lot“ bringen, und nur dadurch lässt sich die Klimakrise bewältigen! Alles andere ist gefährliche Quacksalberei. Also: Geoengineering? Nein, danke! Kohlenstoff-Recycling? Ja, bitte!
Anfang der 70er warnte bereits der Club of Rome vor den „Grenzen des Wachstums“. Und auch vor dem drohenden Klimawandel. Zwar betrachtete der schwedische Forscher Svante Arrhenius – einer der Entdecker des Treibhauseffekts – die bevorstehende Erderwärmung durchaus positiv, jedoch bedachte er nicht das weltweite Abschmelzen gewaltiger Gletschermassen und das dadurch verursachte Ansteigen des Meeresspiegels sowie andere mögliche Folgen. Wie kriegt man also das überzählige CO2 wieder heraus aus der Atmosphäre? In dem man die Selbstheilungskräfte der Natur unterstützt, Dringend nötig ist eine Abkehr von der Ideologie einer Wegwerf- und Überflussgesellschaft. In früheren Zeiten war es allgemein üblich, Möbel, Kleidungsstücke, technische Geräte u. a, wenn erforderlich, zu reparieren oder aufzuhübschen. Aber auch das Bevölkerungswachstum sollte gebremst werden. Sagt den Leuten endlich Wahrheit! Und pflanzt Gummibäume!
Kohlenstoff-Recycling? auch da bin ich etwas skeptisch. Denn das erfordert eine Unmenge Energie. Die grüne Pflanze kann es besser. Nue muss man sie wachsen lassen.