Von Lobbyisten und lobbyhörigen Politikern hört man immer wieder, Klimaschutz sei an sich gut, dürfe aber nicht „zu teuer“ sein. Aber kann Klimaschutz überhaupt zu teuer sein?
Etwas ist zu teuer, wenn es eine akzeptable Alternative gibt, die billiger ist. Die Alternative zu Klimaschutz ist aber Klimachaos, und das ist nicht nur viel teurer als Klimaschutz, sondern verursacht Leid und Schäden, die in Euro und Cent gar nicht zu beziffern sind. Auf Klimaschutz zu verzichten, weil der „zu teuer“ sei, wäre etwa so, als würde man auf das Rettungswesen verzichten, um Kosten zu sparen. Wer ist zynisch genug, so zu denken?
Natürlich verursacht Klimaschutz Kosten, und es gibt Ideen, die mehr kosten und weniger nützen als andere. Kernenergie, Geoengineering, und E-Fuels sind Beispiele dafür. Kernenergie ist teurer als Erneuerbare Energien und produziert selbst bei störungsfreiem Betrieb die problematischsten Abfälle, die irgendein ziviler industrieller Prozess erzeugt, und widerspricht allen Grundsätzen der Nachhaltigkeit. Geoengineering ist kostspielig, riskant und seine Wirkung umstritten, und viele Geoengineering-Maßnahmen versuchen nur, die Symptome zu lindern, ohne die Ursachen zu bekämpfen. E-Fuels sind ebenfalls teuer, und haarsträubend ineffizient. Solche Irrwege gilt es beim Klimaschutz zu vermeiden, denn sie sind in der Tat zu teuer.
Und schließlich ist Klimaschutz keine konsumtive Ausgabe, sondern eine Investition, und man kann damit Geld verdienen. Klimaschutz schafft Arbeitsplätze und bedeutet eine Modernisierung der Volkswirtschaft. Das bringt mehr Wohlstand als das Festhalten an veralteten Technologien und Wirtschaftsweisen.