Es gibt kein „Back to the garden“

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Die Rechten versprechen uns, eine vermeintlich bessere Vergangenheit wieder herzustellen. Eine Vergangenheit ohne Migranten und Klimakrisengerede, mit festen, unzweideutigen Gender-Identitäten und einer starken Führung, die den verunsicherten Menschen den Weg weist. Das ist natürlich eine Lüge – die Vergangenheit war nicht besser.

Aber auch im linken Spektrum gab und gibt es noch Sehnsüchte nach der Vergangenheit. Joni Mitchell sang in ihrem Lied „Woodstock“ davon, „back to the garden“ zu gehen, und etliche Hippies und 68er gründeten in den 70er Jahren Landkommunen, um „zurück zur Natur“ zu gehen, und ohne Geld und ohne den „trügerischen“ Komfort der Konsumgesellschaft zu leben.

Aber die Landkommunenbewegung scheiterte. Sie war nur attraktiv für asketische Idealisten, die bereit waren, wie mittelalterliche Mönche in Armut und Gehorsam (mit der Keuschheit nahmen sie es nicht so genau) zu leben. Und ein Leben ohne Geld war ein Leben ohne Anreize für unbequeme Pflichten – wo kein Geld war, da brauchte es Zwang, um die Menschen dazu zu bewegen, Dinge zu tun, die getan werden mussten, aber niemand freiwillig tat. Gegen Ende des Jahrzehnts entschieden sich viele Landkommunarden für den Ausstieg vom Ausstieg, weil sie die ersehnte Freiheit nicht gefunden hatten – im Gegenteil: viele Landkommunen funktionierten wie totalitäre Sekten, und sie funktionierten schlecht.

Selbst heute noch phantasieren manche von einem vermeintlich angenehmeren und umweltfreundlicheren Leben als Jäger und Sammler (seitdem sich herumgesprochen hat, dass Landwirtschaft ohne moderne Technik eine mühselige Plackerei ist). Aber die Vertreibung aus dem Paradies war endgültig und unwiderruflich. Wir können nicht „back to the garden“ gehen. Es ist völlig unmöglich, dass 8 oder gar 10 Milliarden Menschen als Jäger und Sammler leben, weil die Wildnis einfach nicht so viel hergeben würde.

Das Problem ist keineswegs zu viel Technologie, sondern schlechte Technologie. Das Problem ist die Durchsatzwirtschaft, die nicht erneuerbare Ressourcen verbraucht und Abfälle produziert, für die sie keine Verwendung mehr hat. Aber wir haben heute die Technologie, diese Durchsatzwirtschaft in eine Kreislaufwirtschaft zu transformieren, in der nur erneuerbare Ressourcen unterhalb der Erneuerungsrate genutzt und alle Abfälle wieder verwendet werden. Denn Atome verschleißen nicht, sie können beliebig oft und beliebig lange neuen Nutzungen zugeführt werden (so lange keine radioaktiven Kernumwandlungen im Spiel sind), und die Sonne liefert uns mehr Energie, als wir jemals verbrauchen können. So könnten 10 Milliarden Menschen in Wohlstand leben, ohne Raubbau an der Natur zu betreiben.

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