Holz-„Platte“ gegen Wohnungsnot

Bauen & Wohnen Klima & Energie

In Deutschland sind bezahlbare Wohnungen knapp, vor allem im unteren Preissegment. Private Baufirmen bauen lieber hochwertige Eigentumswohnungen, die mehr Gewinne versprechen – aber für die meisten Menschen unbezahlbar sind. Es mangelt vor allem an preisgünstigem Wohnraum. Zugleich sind neue, klimaschonende Bautechniken erforderlich.

Ein Start-Up will das ändern. Mit preiswerten, vorfabrizierten Bauteilen aus Holz. Eine Art Holz-„Platte“ also. Wir erinnern uns: die DDR schaffte es mit den heute berüchtigten Plattenbauten in den 70er und 80er Jahren, die Wohnungsnot zu bekämpfen. Die „Platte“ war schnell und billig zu bauen, und im Volk sogar beliebt: sie war nicht unbedingt schön, aber wenigstens bot sie modernen Komfort wie Zentralheizung, fließendes kaltes und warmes Wasser und Spülklos in der Wohnung. Leider war die Qualität nicht die beste, so dass es bald zu ärgerlichen Defekten kam. Und sonderlich umweltfreundlich war die Bauweise auch nicht. (Und es wird gern vergessen, dass es auch im Westen solche Bauten gab.)

Aber man kann auch aus Holz Module in Serie produzieren, die sich zu geringen Kosten rasch zu Wohnbauten zusammensetzen lassen. Im Gegensatz zu Beton, dessen Herstellung die Atmosphäre mit CO2 belastet, bindet Holz CO2, und trägt damit zum Klimaschutz bei, und es hat sich gezeigt, dass das Brandrisiko nicht nennenswert höher ist – und das Raumklima ist angenehmer.

Die „Platte“ aus Holz kann also dazu beitragen, die Wohnungsknappheit sowohl kostengünstig als auch klimaschonend zu bekämpfen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert