Neue Ideen für Energiespeicher

Klima & Energie

Zunächst erst einmal möchte ich den Grünen zu dem Wahlerfolg in Baden-Württemberg gratulieren. Cem Özdemir ist ein Politiker, den ich sehr schätze, und er wird sicher einen guten Ministerpräsidenten abgeben. Man kann immer noch mit konstruktiver, progressiver Politik Wahlen gewinnen!

Nun zum eigentlichen Thema. Ein wichtiger Baustein der Energiewende sind Energiespeichertechnologien, denn bekanntlich scheint die Sonne nicht immer, und der Wind weht auch nicht immer. Der Strom entsteht also nicht immer dann, wenn er gebraucht wird. Und dazu gibt es diverse neue Ideen.

Elektroden aus porösen Kohlenstoff-Hohlkugeln, gefüllt mit Eisenoxid, könnten Lithium-Ionen-Akkus stark verbessern: billiger, umweltfreundlicher, und mit weniger Bedarf an kritischen Rohstoffen wie Kobalt oder Nickel.

Eine ähnliche Technologie, die auf dem schon von Thomas A. Edison erfundenen Prinzip des Nickel-Eisen-Akkumulators basiert, verspricht hohe Kapazitäten. Dazu werden in den Windungen eines Proteins Eisen- und Nickel-Nanocluster gezüchtet, mit einer Schicht Graphenoxid versehen und anschließend „gebacken“, wodurch eine poröse Kohlenstoffstruktur mit eingebetteten Metall-Nanoclustern entsteht.

Eine neue Solarbatterie speichert Energie von der Sonne direkt in Molekülen eines Pyrimidin-Derivats. Durch Belichtung verdrehen sich die Moleküle, und können die so gespeicherte Energie später als Wärme wieder abgeben.

Aus Zigarettenstummeln, einem problematischen Abfall, lassen sich Superkondensatoren herstellen. Dazu werden die Kippen durch Druck, Hitze und chemische Behandlung in ein poröses, mit Stickstoff und Sauerstoff dotiertes Kohlenstoff-Material umgewandelt, das als Elektrodenmaterial in Superkondensatoren verwendet werden kann.

Hier zeigt sich wieder einmal die außergewöhnliche Vielseitigkeit des Elements Kohlenstoff, also desjenigen Elements, von dem wir derzeit zu viel in der Luft haben. Wir können es da herausholen und sinnvoll verwenden!

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