Viele Menschen in diesem und in anderen Ländern sind frustriert. Inflation, Wirtschaftskrise, Kriege allüberall, marode Infrastruktur – das erzeugt Frust, und treibt extremen Parteien Wähler zu. Parteien, die die Probleme nicht lösen können – schlimmer, nicht lösen wollen, sondern leugnen oder Sündenböcken aufzuladen versuchen.
Das gefährdet unsere Zukunft. Denn eins ist sicher: sollten AfD, FPÖ, RN & Co. die Macht übernehmen, wird alles rasch noch viel schlimmer. Dann ist Schluss mit Klimaschutz, mit der europäischen Einigung, mit offenen Grenzen, mit kultureller Vielfalt, mit dem demokratischen Rechts- und Sozialstaat. Dann kehrt schlimmstenfalls die Geißel des Krieges nach Westeuropa zurück. Das können wir nicht wollen!
Daher der Aufruf an die demokratischen Parteien: Schluss mit Lobbyismus und dem bloßen Verwalten von Missständen! Probleme lösen! Das ist die Aufgabe der Politik. Die Energie- und Mobilitätswende, den Umbau der Volkswirtschaft von der Durchsatz- zur Kreislaufwirtschaft gilt es voranzutreiben, nicht zu verzögern, weil es „zu viel kostet“. Nichtstun kostet viel mehr! Investitionen in erneuerbare Energien, in öffentliche Verkehrssysteme, in die Rückgewinnung von Rohstoffen aus Abfällen sind Investitionen in die Zukunft. Sie schaffen Sicherheit und Arbeitsplätze, und sind auf längere Sicht profitabel.
Und wer sieht, dass die Probleme konstruktiv und wirksam angegangen werden, dass eine bessere Zukunft machbar ist und gemacht wird, der ist nicht mehr frustriert, der wählt auch keine extremen Parteien. So bedingen Demokratie und Nachhaltigkeit sich gegenseitig: Demokratie ist für Nachhaltigkeit unerlässlich, und Nachhaltigkeit stärkt die Demokratie und schwächt die Extremisten.